
Die denkmalgeschützte Caligari Filmbühne in der Wilhelmstraße 36 in Wiesbaden soll nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am Donnerstag, 2. April, wiedereröffnet werden. Betreiber und Projektverantwortliche schließen damit eine Bauphase ab, in der das historische Kino technisch modernisiert und brandschutzgerecht instand gesetzt wurde.
Modernisierung und Denkmalpflege
Bei der Sanierung wurden zentrale Gebäudetechnik und sicherheitsrelevante Anlagen erneuert, um den heutigen Vorgaben des Brandschutzes zu entsprechen und einen dauerhaften Kinobetrieb zu ermöglichen. Zugleich sei darauf geachtet worden, die besondere Atmosphäre des historischen Hauses zu bewahren und die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Kulturbetrieb zu schaffen.
Architekt Uwe Bordt beschreibt die Aufgabe als Balance zwischen Erhalt der Identität des Hauses und Integration moderner funktionaler und sicherheitstechnischer Anforderungen. Viele Lösungen mussten demnach individuell entwickelt werden, um dem Denkmalschutz und den aktuellen Vorgaben gerecht zu werden.
Unvorhergesehenes und Teamarbeit in der Bauphase
Die Bauphase war laut Projektverantwortlichen von wiederholt auftretenden, unerwarteten baulichen Situationen geprägt, die zusätzliche Abstimmungen und Anpassungen erforderlich machten. Projektsteuerung und Handwerksgewerke hätten diese Herausforderungen nur durch enge Zusammenarbeit und kreative Lösungsansätze bewältigt.
WiBau-Geschäftsführer Christoph Golla sagte, das Projekt habe viel abverlangt und die Zielgerade sei das Ergebnis einer starken Teamleistung. Der WiBau-Aufsichtsrat betonte die Bedeutung des Vorhabens für die Stadt und beschrieb die Filmbühne als kulturelles Aushängeschild Wiesbadens.
Betriebsperspektive und weitere Maßnahmen
Mit der Wiedereröffnung wird der reguläre Spielbetrieb des Kinos wieder aufgenommen. Trotz der geplanten Eröffnung werden hinter den Kulissen noch Arbeiten fortgesetzt. Im Vorfeld der Hundert-Jahr-Feier des Caligari im Dezember 2026 sind weitere bauliche Maßnahmen vorgesehen. Unter der Bühne soll unter anderem eine zusätzliche WC-Anlage entstehen, um den Komfort für Besucher zu verbessern.
Der Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl dankte Architektenteam und beteiligten Gewerken für die geleistete Arbeit und kündigte an, die vollständige Sanierung zum Jubiläum im Dezember 2026 abschließen und feiern zu wollen.
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